1. Starte niemals Programme, die Du von privaten und sonstigen verdächtigen Web-Seiten oder FTP-Servern im Internet geladen hast. Öffne niemals infizierbare Dateien, die unaufgefordert zu Dir per E-mail ankommen. Als Virusträger können vor allem folgender Datentypen agieren: *.exe, *.dll, *.com, *.bat, *.lnk, *.doc, *.xls, *.vbs. Diese Dateien sind genauso gefährlich, wenn sie bei Dir archiviert (*.zip, *.arj, *.rar etc.) ankommen. Trojanische Pferde können Deinen Rechner offen für alle möglichen Angriffe aus dem Internet machen! Alle Multimedia-Dateien sind dagegen harmlos, d.h. sie können potenziell kein Virus beinhalten: *.jpg, *.gif, *.wav, *.mp3, *.mid, *.avi, *.mpeg etc. 2. Kaufe und installiere Dir unbedingt ein Virusscanprogramm. Die gängigsten Programme für Windows sind McAfee VirusScan und Norton Antivirus. Sie überwachen auch Deine Netzaktivitäten und melden automatisch bekannte Viren. Man muss sich mindestens einmal im Monat die Updates der Virenbibliothek kaufen bzw. aus dem Internet holen. Hier findest Du eine ältere 30-Tage Testversion von McAfee VirusScan für Windows 95/98/NT/2000.
3. Dein Rechner kann per E-mail oder sogar durch den Browser angreifbar sein, wenn Du nicht die aktuellsten Versionen der Mailreader bzw. Browser benutzt. Die Bugs in älteren Versionen von diesen Programmen machen den Hackern möglich, durch aktive Inhalte der E-mails oder Web-Seiten schädliche Sachen auf dem Rechner zu machen. Deswegen unter Windows am besten aktuelle Version von Internet Explorer mit Outlook Express nehmen und regelmäsig zu Windows Updateseite gehen und von dort vor allem kritische Updates unbedingt installieren.
4. Konfiguriere die Sicherheitseinstellungen deines Browsers richtig (für Internet Explorer: Control Panel/Internet Options/Security):
Wenn Du Dich da nicht näher auskennst, kannst Du bei eingestelltem Medium Security Level für Internet Zone ruhig schlafen. Wenn Du aber immer noch Angst hast, schalte High Security Level ein. 5. Keiner kann so einfach Deine E-mails lesen, solange Du Dein Passwort niemandem sagst. Sollte dein Password jemandem sonst bekannt geworden sein, so mußt Du dringend dein Password ändern.
6. Keiner kann die Dateien auf Deinem Rechner lesen oder löschen, solange Du sie für andere nicht freigibst. Freigabe an sich ist oft eine sehr nutzvolle Sache. Aber man muss wie immer aufpassen! Um die Dateien freigeben zu können, muss man unter Windows 95/98 die Freigabe unter Control Panel/Network/Configuration erlauben:
Wenn die Freigabe erlaubt ist, kann man einzelne Verzeichnisse freigeben:
Wenn man Verzeichnisse freigibt, sollte man das auf jeden Fall mit Password machen! Oder besser eben nicht freigeben:
Bei Windows NT/2000 kann man Zugriffsrechte für freigegebene Verzeichnisse benutzerspezifisch definieren (Permissions):
Du darfst auf keinen Fall dem Everyone irgendwelche Rechte geben! Freigegebene Verzeichnisse sehen dann im Explorer so aus:
7. Internet-Banking, Einkaufen im Internet bei seriösen Bänken und Kaufhäusern ist unbedenklich, wenn diese SSL-Technik (Secure Socket Layer, Sichere Verbindung) für die schiffrierte Übertragung der empfindlichen Daten benutzen. Wenn Du nicht sicher bist, dass die Verbundung sicher ist, dann lass es besser, denn grundsätzlich werden sonst alle Daten im Internet unverschlüsselt übertragen. Vertraue nicht den Seiten, die fehlerhaftes Sicherheitszertifikat haben (der Browser meldet Dir das). Schicke auf keinen Fall sensible Daten in einer nicht kodierten E-mail. Internet Explorer kann anzeigen, wenn man zwischen sicherer und unsicherer Verbindung wechselt, wenn man ein Häckchen bei den Advanced Options (Warn if changing...) macht.
8. Wenn Du nicht grade auf Werbe-Emails stehst oder von diesen nicht überflutet sein willst, gebe besser nicht in irgendwelche Subscribe-Listen Deine Haupt-Email-Adresse (insb. Deine Adresse bei stud-mailer.uni-marburg.de) ein. Das "Unabonnieren" kann oft gar nicht gehen! Deswegen mach Dir besser eine E-mail Adresse z.B. bei GMX und stelle die Weiterleitung auf Deine Hauptadresse ein. Notfalls kannst Du die Adresse bei GMX kündigen.
9. Denke besser nicht daran, irgendwas Unanständiges im Internet zu machen! Wenn Du eine Standleitung hast, hast Du eine konstante IP-Adresse. Das heißt Deine Adresse im Internet ist fest Deinem Anschluss in Deinem Zimmer zugeordnet. Diese Zuordnung ist zwar erst mal nur Deinem Netzwerkadministrator bekannt, aber die IP-Adresse kann von JEDEM Server, den Du besuchst, gesehen und protokolliert werden. Auch wenn Du E-mails verschickst, wird Deine IP-Adresse (wie z.B. 137.248.142.123) oder ihre verbale Variante (wie pcsd123.studentendorf.uni-marburg.de) immer mitgeschickt und kann gelesen werden. Wenn Du Dich per Modem einwählst, bekommst Du zwar jedes mal eine andere IP-Adresse. Bei Deinem Provider wird es aber auf jeden Fall aufgezeichnet, wer sich in dem oder anderen Zeitpunkt bei dem Modemknoten eingewählt hat. So kann Deine Identität im Notfall auch festgestellt werden. Ansonsten, viel Spaß im Internet! |